Das Institut ist untrennbar mit dem Namen Kurt Blaukopf verbunden. Der renommierte
Wiener Musiksoziologe leitete das Institut in den ersten beiden Jahrzehnten
und gab ihm seine inhaltliche wie organisatorische Ausrichtung. Die Tradition
einer empirisch fundierten und anwendungsorientierten Kulturindustrieforschung
wurde von seinen NachfolgerInnen Irmgard Bontinck, Alfred Smudits und Robert
Harauer fortgesetzt und an die Erfordernisse der Zeit angepasst. Seit 2006 leitet
Andreas Gebesmair das Institut. Alfred Smudits steht ihm als ehrenamtlicher
Generalsekretär zur Seite.
In den 1970er-Jahren widmete sich das Institut in pionierhafter Weise den neuen
kulturellen Verhaltensweisen der Jugend unter dem Einfluss technischer Medien.
In den 1980er- und 1990er-Jahren rückten die kultur- und medienpolitischen
Konsequenzen der technologischen Entwicklung (Kabel- und Satellitenübertragung,
Computerisierung und Digitalisierung) ins Zentrum der Forschung (siehe
Publikationen). Nun finden zunehmend
auch breitere gesellschaftspolitische Fragen Berücksichtigung: Ob geschlechtsspezifische
Ungleichheiten, Migration oder Globalisierung – mediacult erforscht alle
Aspekte industrieller Kultur- und Medienproduktion (siehe
Projekte).